media@home

PRODUKTBERATER DIGITAL TV

Die Zukunft ist digital


Digitales Fernsehen ist auf dem Vormarsch. Vor allem, wer künftig hochauflösendes TV empfangen will, wird aufrüsten müssen. Wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt, auf was Sie achten müssen und was die Umstellung wirklich für Sie bedeutet.

Nachdem das herkömmliche analoge Fernsehen digital geworden ist, steht der nächste Sprung in die TV-Zukunft an: Ein HDTV-Signal hat bis zu fünf Mal mehr Pixel als das konventionelle TV-Bild, d.h. mehr Schärfe und mehr Details. Und der Ton erreicht Kinoqualität: Spielfilme, Shows und Sportübertragungen erklingen im Surround-Sound mit bis zu 5.1-Kanälen. Das ist DVD-Niveau.

Doch was brauche ich, um Quality-TV empfangen zu können? HDTV ist nur dann wirklich gegeben, wenn die gesamte Übertragungskette das hochauflösende Bildsignal verarbeiten kann. Es muss also zuerst einmal die Produktion in HDTV-Auflösung erfolgen. Dann ist eine entsprechende Übertragung notwendig, wofür Sie ein HDTV-Empfänger mit HDTV-Logo benötigen, das ist in der Regel eine Settop-Box und/oder ein HD-tauglicher DVD- / Blu-ray-Spieler. Abschließend muss die Wiedergabeeinheit, z.B. Ihr TV-Gerät, das hochauflösende Bild auch ohne Qualitätseinschränkungen darstellen können. Die geeigneten Geräte dafür sind ganz einfach zu erkennen am schwarz-weißen HD ready-Logo. Ein Fernseher, der dieses Logo trägt, kann HDTV-Inhalte darstellen. Außerdem besitzt er alle nötigen Eingänge für hochauflösende Videoquellen. Zahlreiche TV-Geräte sind mittlerweile auch schon mit integriertem HD-Tuner ausgestattet.

Das HDTV-Logo gibt den Hinweis, dass der Fernseher nicht nur HD ready ist, sondern den Tuner für HDTV gleich eingebaut hat. Alternativ ist der Empfang aber auch über eine Settop-Box möglich, die ebenfalls das HDTV-Logo trägt.

Alles für den Empfang


Doch nicht jeder Zuschauer kommt in den vollen HD-Genuss. Ob HDTV verfügbar ist, hängt vom Empfangsweg ab:

Satellit: Für den HDTV-Empfang wird einfach die vorhandene Settop-Box ausgetauscht. Ist die Sat-Antenne digitaltauglich, d.h. kann sie den erforderlichen Satelliten-Frequenzbereich empfangen, kann sie ohne Probleme weiter benutzt werden.

Kabel: Bietet der Kabelbetreiber HD-Programme im Kabel an, reicht auch hier ein Austausch der Settop-Box.

Internet IPTV: Auch über den DSL-Anschluss kommen HDTV-Programme ins Haus. Allerdings muss hier eine ausreichend große Datenrate zur Verfügung stehen. Informationen über den erforderlichen Mindestwert und sonstige Details lassen sich beim IPTV-Anbieter einholen.

Antenne: Wer sein Programm per Antenne bekommt, kann in Deutschland bisher kein HDTV empfangen.

Die meisten HD-Sender gibt es zurzeit via Satellit. Ein weiterer Vorteil hier ist, dass das Angebot bereits bundesweit zu empfangen ist. Im Kabel- oder DSL-Netz kann die Auswahl von Ort zu Ort verschieden sein, weil viele Anbieter nur regional sind. Doch wie sieht es mit den Kosten beim hochauflösenden Fernsehen aus? Handelt es sich um frei empfangbare Programme, fallen keine zusätzlichen Gebühren an. Pay-TV-Angebote von Sky oder einer anderen Plattform sind kostenpflichtig. Die auf der neuen ASTRA-Plattform HD+ ab Herbst 2009 angebotenen HDTV-Programme werden nach derzeitigen Informationen zwar verschlüsselt, sind aber für ein Jahr kostenlos freigeschaltet. Eine Sonderstellung nimmt das Fernsehen über Internet, das sogenannte IPTV, ein: Weil Telekommunikationsanbieter das HDTV-Programm zusammen mit DSL- und Telefonanschluss anbieten, kommt es bei der Auswahl eines Paketangebots auch darauf an, wie viel die Familie telefoniert oder surft. HDTV-fähige Settop-Boxen sind aber etwas teurer als gewöhnliche Sat- und Kabel-Receiver. Im Paket mit einem Abovertrag gibt es sie aber auch zur Miete oder zum vergünstigten Einstiegspreis.

Auf die Anschlüsse kommt es an


Die wichtigste Buchse heißt HDMI (High Definition Multimedia Interface). Sie überträgt Bild und Ton über nur eine Leitung. Dabei sind Stecker und Buchse äußerst kompakt. Dies ermöglicht bei vielen Geräten die Integration von mehreren Buchsen. Aber zwei bis drei sind auf jeden Fall empfehlenswert. Die Buchse DVI ist vor allem an Projektoren und Computer-Displays zu finden. Für HDTV muss der Anschluss den Kopierschutz HDCP unterstützen. Audio-Anschlüsse sind für die Übertragung von Tonsignalen zum TV und zur Surround-Anlage notwendig. Eine weitere Buchse ist die YUV: Sie liefert als einziger analoger Bildanschluss HDTV-Qualität. Weil aber ein Kopierschutz fehlt, bescheinigen Experten dieser Art von Buchse jedoch keine große Zukunft.

Das neue Fernsehen der Zukunft, HDTV, verlangt nach neuen Verbindungen. Mit den bisherigen Scart-Kabeln oder S-Video-Strippen lassen sich die Signale nicht mehr übertragen. Das hat mehrere Gründe:
Digitaltechnik: Die Menge an Informationen ist viel zu groß für konventionelle Leitungen. Mit analoger Technik bräuchte ein HD-Gerät bis zu neun Kabel, um Mehrkanal-Ton und hochauflösende Bilder zu transportieren. Dank HDMI-Schnittstelle genügt dazu eine einzige Strippe. Außerdem sorgt der Digital-Anschluss in Zukunft für mehr Bedienkomfort: Mit Steuersignalen kann er automatisch den richtigen Eingang im AV-Receiver wählen.
Kopierschutz: Auf Drängen der Filmindustrie werden viele HD-Programme verschlüsselt übertragen. Auch das geht am besten digital: Ein Schutzmechanismus namens HDCP (High Bandwith Digital Content Protection) prüft vor jeder Wiedergabe, ob die beteiligten Geräte zum Datenaustausch berechtigt sind. Erst dann schaltet er das Bild frei.

Neuer CI+-Standard


Da die privaten Sender in Zukunft HD-Programme verschlüsselt senden werden, braucht der Zuschauer wie beim Pay TV eine Smartcard. Hierfür gibt es schon seit Langem das Common Interface (CI ) als Schnittstelle am digitalen Empfangsgerät, das in der Regel vom Netzbetreiber zur Verfügung gestellt wird. Das CI hat die Form eines schmalen Schachts, in den sich ein Modul einstecken lässt, das die verschlüsselten Fernsehprogramme für die Wiedergabe aufbereitet. Mithilfe der Smartcard kann der Zuschauer schließlich seine Zugangsberechtigung zu den HD-Inhalten nachweisen und die Entschlüsselungsfunktion wird freigeschaltet. Doch der bisherige Standard konnte bestimmte Anforderungen hinsichtlich Jugendschutz und Kopier-Sicherheit nicht ausreichend gewährleisten. Mit dem neuen Standard CI+ wird sich diese Situation künftig ändern. Kernpunkt des neuen CI+ ist neben den deutlichen Verbesserungen im Jugendschutz, dass das Fernsehsignal - nachdem es im Modul entschlüsselt wurde - nicht offen, sondern in verschlüsselter Form an das Fernsehgerät weitergegeben wird.

Hat das Gerät eine Festplatte für zeitversetztes Fernsehen, so werden die Signale auch dort verschlüsselt aufgezeichnet. Das neue CI+ arbeitet mit einer Rückverschlüsselung. Das bedeutet, dass der Datenstrom bis unmittelbar vor dem Bildschirm verschlüsselt bleibt. CI + setzt damit die Anforderungen der Rechteinhaber an die Datensicherheit vollständig um. CI+ erlaubt es den Sendeanstalten, im TV-Signal zusätzliche Informationen mitzusenden. Das sind Anweisungen, mit denen die Nutzung von CI+-kompatiblen Recordern eingeschränkt werden kann. Dabei können die Sendeanstalten für jede einzelne Sendung z.B. die Aufnahme gänzlich unterbinden, die Wiedergabe von TV-Aufnahmen zeitlich begrenzen oder TV-Aufnahmen unter Einsatz des individuellen Keys des Rekorders an das jeweilige Gerät binden, die dann nicht an anderen Geräten wiedergegeben werden können. Aber dennoch bleiben die Vorteile, die eine offene Schnittstelle den Konsumenten bietet, unverändert erhalten.


HD-Recorder ans Netz
Ein Grund für den Erfolg des HDTV-Recorders iCord liegt sicherlich in seinem Twin-Tuner. Damit ist es möglich, bis zu vier Sendungen gleichzeitig aufzuzeichnen, während das ausgewählte Programm im Fernseher läuft. Auch sonst bietet der Recorder reichlich Komfort: übersichtliche Menüs, Timeshift-Funktion und LAN- sowie USB-Schnittstelle, um Dateien wie Bilder oder Videos auf andere Geräten zu kopieren oder abzurufen.


Frischzellenkur bei TechniSat
TechniSat hat seinen Sat-Receiver DigiCorder HD S2 technisch aufgerüstet. Der neue DigiCorder HD 2 Plus verfügt nun über zwei HD-Tuner - damit ist zeitgleiches Fernsehen und Aufnehmen kein Problem mehr. Zusätzlich begeistert der Receiver durch erweiterte Netzwerk- und Multimedia-Funktionen: Über den USB-Port können Speichersticks, externe Festplatten oder Digitalkameras angedockt werden. Alternativ zum Anschluss eines Ethernet-Kabels lässt sich der DigiCorder jetzt auch mit einem zusätzlichen USB-WLAN-Adapter per Funkübertragung ins heimische Netzwerk einbinden.


Zahlreiche Vorzüge
Der neue VANTAGE VT-1 ist ein HDTV-Recorder mit Full HD-Ausgabe (1080p). Somit können alle Sendungen auf das native 1080p hochskaliert werden. Der VT-1 verfügt über eine Wechselplatte, die sich hinter der Frontklappe befindet. Das Wechseln von Festplatten ist dadurch ein Kinderspiel. Timeshift lässt sich auch über den integrierten SD-Kartenleser auf eine SD-Karte speichern. Erstmals stehen 2 HDMI Eingänge zur Verfügung. Je einen auf der Rück- und Vorderseite. So lassen sich Urlaubsvideos einfach über den HDMI-Ausgang der Kamera direkt am Fernseher anschauen. Zur besseren Lesbarkeit verfügt der VANTAGE VT-1 über ein 2 großes OLED-Display auf der Frontseite. Die externen HDMI-Signale werden dann zum Fernseher durchgeschliffen.