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PRODUKTBERATER 3D-TV

BILD UND RAUM


Wir leben in Farbe. Dieser Tatsache trägt das Fernsehen hierzulande seit 1967 Rechnung.
Und wir leben in einem dreidimensionalen Raum, den unsere Fernsehgeräte jetzt täuschend ähnlich abbilden können. Eine Revolution hat begonnen.

3D-TV: Die Technik


Wie schafft man es, dem Gehirn vorzugaukeln, dass es kein flächiges, sondern ein plastisches Bild sieht? In gewisser Weise ist dieses Problem nicht neu. Denn auch in den Anfangszeiten des Filmes stellte sich die Frage: Wie schaffe ich es, dass man Bewegung sieht und nicht nur einzelne Bilder hintereinander. Die Lösung war simpel: Man lässt die Einzelbilder so schnell ablaufen, dass sie als solches nicht mehr erkennbar sind. Den Rest erledigt ? wieder einmal ? unser körpereigenes Rechenzentrum und sieht 50 wechselnde Halbbilder pro Sekunde als kontinuierliche, flüssige Bewegung. Was nicht der Realität entspricht, aber als Arbeitshypothese wohl annehmbar ist.

Einen Schritt weiter muss man bei 3D-TV gehen: Hier geht es nicht nur darum, dass Bilder bewegt werden. Sie sollen auch noch räumlich sein. Eine Lösung wie die Anaglyphenbrille (siehe Kasten 3D-Geschichte) ist von vorneherein ausgeschlossen. Aber grundsätzlich geht modernes 3D-TV in diese Richtung. Jedes Auge soll nur das sehen, was ein räumliches Bild erzeugt. Das linke Auge ein Bild, das von links aufgenommen wurde ? das rechte Auge natürlich dementsprechend ein Bild aus der Rechtsperspektive. Dass moderne TV-Geräte im sehr schnellen Wechsel die unterschiedlich perspektivischen Bilder zeigen können, ist nicht das Problem.
Wenn man das allerdings mit unbewaffnetem Auge sieht, wird man von Räumlichkeit nicht besonders viel mitbekommen. Eher die Tatsache, dass das Bild ein wenig unschärfer ist als gewohnt.

Wie aber ordnet man jedem Bild das zugehörige Auge zu? Dazu gibt es vorläufig zwei Möglichkeiten. Auf jeden Fall aber kommt man um eine Brille nicht herum. Geräte, die 3D ohne Brille ermöglichen sollen, gibt es zwar bereits als Prototypen, aber noch nicht auf dem Markt. Im Falle einer Shutterbrille funktioniert das so: Jeweils dasjenige Auge, das seine Bildinformation erhalten soll, hat freien Durchblick. Dem anderen Auge verschließt sich das Brillenglas. Soweit die Kurzfassung. Noch einmal ausführlich:

Mit dem TV-Gerät wird eine Brille synchronisiert. Dies kann über Kabel oder Funk geschehen. Zeigt nun das Fernsehgerät für Sekundenbruchteile das Bild für das linke Auge, dunkelt die Brille das rechte Auge blitzschnell ab, da diese Bilder nicht zufällig abgespielt werden, sondern in einer festen Wiederholrate. So werden etwa bei den Panasonic Plasma-TVs 120 Bilder pro Sekunde gezeigt, jeweils im Wechsel ein Bild für das linke, gefolgt von einem Bild für das rechte Auge.

Das heißt aber auch, dass jedes Auge eine Bildfrequenz von 60 Hertz hat. Und dass die Shutterbrille 60-mal pro Sekunde von hell nach undurchsichtig schalten muss. Erreicht wird dies übrigens durch Flüssigkristalle im Brillenglas, die so reaktionsschnell sind, dass sie in dieser Frequenz umgeschaltet werden können.
Das ist sehr technisch. Und sicherlich ein wenig ungewohnt. Denn, so könnte man jetzt meinen, 60-mal aus- und einschalten, hell und dunkel und das abwechselnd für beide Augen, sollte flimmern oder sonst wie unangenehm sein. Die Realität ist: Nein, es ist nicht unangenehm, diese Brille zu tragen. Nein, es flimmert nicht vor den Augen, weil wir diese Frequenz gar nicht mehr als solche wahrnehmen können und nein, man bekommt kein Kopfweh davon, wenn man nicht auch mit normalen Brillen Probleme hat. Was man aber bekommt, ist ein dreidimensionales Bild. Plastisch, hochauflösend, farbig und so echt, dass man danach greifen möchte. Je größer der Bildschirm ist, desto besser ist auch der Gesamteindruck. Bei Computerspielen ist die Shuttertechnik schon seit einiger Zeit bei 3D-Spielen gang und gäbe. Zu kleine Bildschirme sehen aus wie ein Aquarium, wenn man darauf 3DSpiele laufen lässt.

Ohne Synchronisierung (und auch ohne Batterie zur Stromversorgung) arbeiten die Brillen mit Polarisationsfilter. Viele kennen diese Filter aus der Fotografie, wo man sie beispielsweise dazu verwenden kann, störende Lichtreflexionen zu eliminieren. Stellt man sich Licht als Wellen vor, so schwingen diese in einer Ebene.
Einige beispielsweise auf und ab, einige von links nach rechts. Jeweils ein Glas dieser Brille filtert Lichtwellen einer Ebene heraus und lässt die anderen passieren. Wenn man jetzt in schneller Folge auf dem TV-Gerät Bilder verschiedener Wellenebenen für das linke und das rechte Auge zeigt, so kommen am jeweiligen Auge nur die Lichtwellen an, die für es gedacht sind. Der Effekt ist derselbe wie mit der Shutterbrille.

Material


Bleibt die Frage nach dem Material. Womit will man seinen 3D-Fernseher füttern? Das Medium dafür ist vorhanden: Blu-ray mit seiner enormen Datendichte ist wie gemacht für das Abspielen von 3D-Filmen. Und nebenbei noch der Standard, der die gute, alte DVD abgelöst hat. Damit ist Blu-ray der Königsweg, wenn es darum geht, 3D zu sehen. Voraussetzung ist ein Blu-ray-Player, der 3D-fähig ist.
Binnen sehr kurzer Zeit werden unzählige Titel in den Regalen stehen, die großes 3D-Kino für zu Hause anbieten. Die Zukunft des Fernsehens beginnt genau jetzt. Wer beim Kauf eines neuen Gerätes darauf achtet, dass es 3D-Filme wiedergeben kann, ist für diese Zukunft gerüstet. Noch besser ist es, wenn die TV-Geräte selbst in der Lage sind, aus den 2D-Bildern 3D-Material zu generieren, wie dies die 3D-TVs von Panasonic tun. Es gibt also kaum Gründe, sich nicht gleich für die neue Technologie zu entscheiden.

WARUM WIR 3D SEHEN


Menschen sehen Bilder natürlicherweise stereoskopisch, also als räumliche Bilder, weil sie Impulse von zwei Lichtrezeptoren, den zwei Augen, erhalten.
Diese Impulse, man kann sie auch Bilder nennen, sind winkelabhängig unterschiedlich und werden im Gehirn zu einem räumlichen Bild verrechnet. Im Gegensatz übrigens zu vielen anderen Lebewesen, Singvögeln etwa, die nur einen kleinen Teil ihrer Welt stereoskopisch sehen, weil für sie als potenzielle Beutetiere Rundumsicht wichtiger ist als räumliches Sehen. Bei diesen stehen die Augen gegenüber am Kopf. Die Überdeckung der beiden Sichtfelder ist gering. Zwar müssen auch Amseln oder Hasen sehen, wohin sie fliegen oder laufen, deshalb treffen sich die Sichtfelder im vorderen Bereich. Aber wichtiger ist, einen eventuellen Angreifer von allen Seiten zu sehen.
Menschen sind immer auch Jäger gewesen. Da geht es darum, das Bild eines Opfers im Raum einordnen zu können. Analog haben Katzen oder Eulen, beides Jäger, ihre Augen nach vorne gerichtet. Man kann diese Erklärung noch komplizieren und die Notwendigkeit, räumlich sicher nach Dingen greifen zu können, hinzufügen. Das aber ändert nichts am grundsätzlichen Effekt.

Um diesen Effekt des räumlichen Sehens nachzuahmen, benötigt man eine besondere Technologie. Panasonic nutzt dazu die Frame Sequential Method. Die Bilder für das linke und das rechte Auge werden abwechselnd bei hoher Geschwindigkeit gezeigt (60 Frames pro Sekunde für jedes Auge, also 120 gesamt).
Eine spezielle Brille gibt jeweils nur den Blick für das Auge frei, dessen Bild gerade angezeigt wird, also etwa das linke Auge, wenn am TV-Gerät ein Bild für das linke Auge angezeigt wird. Dies funktioniert unmerklich und mit so großer Geschwindigkeit und Präzision, dass der Effekt der ist, den wir von unserem natürlichen Sehen kennen: Jedes Auge registriert ein jeweils winkelversetztes Bild. Das Gehirn rechnet das in ein dreidimensionales Szenario um. Für die Aufnahme von 3D-Bildern heißt dies, dass wechselweise, je 60-mal pro Sekunde, ein Bild von zwei Objektiven aufgenommen wird, die, wie die menschlichen Augen, nebeneinanderliegen.

DIE GERÄTE


3D boomt. Viele Hersteller kommen momentan mit ihren Geräten auf den Markt. Dass Samsung innovative TV-Geräte produziert, ist für Kenner der Materie nichts Neues. Und so verwundert es auch nicht, dass der koreanische Hersteller beim beginnenden 3D-Boom ganz vorne mit dabei ist. Die neuen 3D-TV Geräte bieten den Nutzern nahezu unbegrenzte Möglichkeiten. Das beginnt mit Optimierung für 3D-TV und hört mit der Netzwerkfähigkeit noch lange nicht auf. Dazu benötigt man als Quelle zwingend einen 3D-fähigen Zuspieler. Erst mit einer solchen Kette, macht 3D-TV wirklich Sinn. Dass dazu noch eine geeignete 3D-Brille gehört, versteht sich von selbst.


Und was wäre 3D-TV ohne räumlichen Klang. Auch dafür hat Samsung bestens vorgesorgt und bietet verschiedene, passende Wunschkombinationen an. Wie etwa ein Blu-ray-Player mit AVReceiver- Paket und obendrein die Brille dazu oder das 3D-Heimkino plus Brille. Wenn es ein großer 3D-Plasma-TV sein soll, dann bietet Panasonic eine große Auswahl an Geräten mit verschiedenen Features. Auch hier gehört Netzwerk dazu und auch hier gehört die Brille zum 3D-TV.
Bei dieser Auswahl gibt es eigentlich keinen vernünftigen Grund mehr, nicht schon jetzt auf 3D-TV zu setzen. Um zu sehen, was Sie erwartet, stellen wir Ihnen die Geräte hier kurz im Überblick vor.