Der Weg ist frei
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Nachdem das herkömmliche analoge Fernsehen digital geworden ist, steht der nächste Sprung in die TV-Zukunft an: Ein HDTV-Signal hat bis zu fünf Mal mehr Pixel als das konventionelle TV-Bild, d.h. mehr Schärfe und mehr Details. Und der Ton erreicht Kinoqualität: Spielfilme, Shows und Sportübertragungen erklingen im Surround-Sound mit bis zu 5.1-Kanälen. Das ist DVD-Niveau. |
Sky konnte als Abo-Sender mit zwei HD-Kanälen das High-Definition-Herz der Zuschauer noch nicht erobern - trotz Fußball-Bundesliga. Anixe HD erweckt wegen seiner bereits betagten Filmkost zu wenig Aufmerksamkeit, und das Senderduo ProSieben und Sat.1 gab wegen mangelnder Reichweite sogar bereits wieder auf. Doch seit dem Sommer 2009 gewähren nun ARD und ZDF einen Ausblick auf den scharfen TV-Spaß, der bei ihnen Anfang 2010 ab den Olympischen Winterspielen in Vancouver endgültig Standard werden soll. Der Endverbraucher kann sich auf hochwertige Inhalte in perfekter, technischer Qualität inklusive Aufzeichnungsmöglichkeit freuen. Und die Zuschauer warten begierig darauf. Laut Gesellschaft für Unterhaltungselektronik (GfU) steigerte sich im Juli der Umsatz von LCD-TV-Geräten um 22%. Zusätzlich ist ein positiver Ausblick bis Jahresende in Sicht: Bei den Stückzahlen für Flat-TVs mit integriertem HDTV -Tuner wird eine Steigerung von 400% erwartet, bei Blu-ray 200%, HDTV -Settop-Boxen 80% und bei Universalfernbedienungen 12%. Dabei besticht der Sat-Empfang mit einer Zuwachsrate von 106 %. Doch bisher halten sich fast alle Sender noch zurück. |
Die ProSieben-Sat1-Gruppe lässt auf Anfrage vermelden, dass die Sender im Januar 2010 ihr HDTV-Engagement wieder aufnehmen. Die RTL-Gruppe macht ihren Einsatz von der insgesamt verkauften HD-Empfängerzahl abhängig. |
Jetzt wird's scharf
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Häufig gestellte Fragen
Was steckt hinter der Abkürzung HDTV? HDTV ist die Kurzform für High Definition Television und bedeutet hochauflösendes Fernsehen. Ab welcher Bildauflösung wird von hochauflösend gesprochen? Bezogen auf das Bildformat (Bildbreite: Bildhöhe) 16:9 gibt es bei HDTV folgende Werte für die Bildauflösung: Welche Unterschiede weist HDTV zum bisher üblichen digitalen Fernsehen auf? Das bisher übliche digitale Fernsehen ist das normal auflösende Fernsehen SDTV . Gegenüber diesem weist HDTV in erster Linie eine höhere Bildauflösung auf. Es ist also ratsam, schon jetzt einen HDTV-Receiver zu verwenden. Außerdem wurde für HDTV als alleiniges Bildformat 16:9 festgelegt. Gleichwohl ist auf 16:9-Bildschirmen auch die Darstellung von 4:3-Bildern möglich. Welche Geräte sind bereits für Bildsignale mit hoher Auflösung verfügbar? Es handelt sich derzeit um Empfänger (z.B. Settop-Boxen), Fernsehgeräte mit integriertem digitalen Empfangsteil (iDTV ), Wiedergabegeräte (Flachbildschirme oder Videoprojektoren), Festplattenrecorder, Blu-ray-Spieler, Spielekonsolen, Videokameras und Digitalkameras. Welche Bedeutung hat das Logo HD ready an einem Flachbildschirm oder Videoprojektor? Durch dieses Logo wird gewährleistet, dass das Gerät über mindestens 720 Zeilen verfügt und es an den Eingängen HDTV in den Formaten 720p und 1080i annehmen kann. Reicht für den HDTV-Empfang das Logo HD ready am Fernsehgerät aus? Das Logo HD ready ist nicht ausreichend, weil es nur die Wiedergabe, aber nicht den Empfang von HDTV gewährleistet. Das Fernsehgerät muss ein HDTV-fähiges Empfangsteil enthalten, was durch das Logo HDTV gekennzeichnet wird. Kann mit einem Flachbildschirm oder Videoprojektor, der das Logo HD ready oder HD ready 1080p aufweist, auch normal auflösendes Fernsehen SDTV wiedergegeben werden? Die Wiedergabe von SDTV ist mit einem für HDTV geeigneten Flachbildschirm oder Videoprojektor problemlos möglich, weil der integrierte Skalierer die übertragene Bildauflösung automatisch der darstellbaren Bildauflösung anpasst. Wodurch unterscheiden sich HDTV und HD? In beiden Fällen handelt es sich um Bilder mit hoher Auflösung. HDTV kennzeichnet dabei, dass die Bilder explizit aus einer Fernsehübertragung ( z.B. Satellit) stammen, während es sich bei HD auch um andere Quellen (z.B. Videokamera, Blu-ray-Disc) handeln kann. |
Beim Format 720p handelt es sich um ein Vollbild-Format, d.h. jedes einzelne Fernsehbild besteht aus 720 Zeilen. Der Buchstabe p steht dabei für progressive (=fortschreitend) und bedeutet, dass alle Zeilen der Bilder gleichzeitig dargestellt werden. Beim Format 1080i handelt es sich dagegen um ein Halbbild-Format, d.h. jedes Fernsehbild mit 1080 Zeilen wird nacheinander in zwei Teilbildern unterschiedlicher Bewegungsphasen mit jeweils 540 Zeilen übertragen. Der Buchstabe i steht dabei für interlaced (=verschachtelt). Was bedeutet bei einem digitalen Gerät die Angabe 24p kompatibel? Diese Angabe kennzeichnet ein Gerät, das die 24 Vollbilder pro Sekunde, mit denen Filme aufgezeichnet werden, ohne Wandlung in andere Formate übertragen, verarbeiten und/oder wiedergeben kann. Wo kann ich erfahren, welche HDTV-Programme empfangbar sind? Für diese Information sind folgende Quellen möglich: Was ist ein Skalierer? Bei Skalierern handelt es sich um technische Funktionseinheiten, die eine gegebene Bildauflösung in eine andere Bildauflösung wandeln. Skalierer können auf der Sendeseite und/oder Empfangsseite eingesetzt werden. Spielt es bei HDTV eine Rolle, ob für die Wiedergabe ein LCD-Flachbildschirm oder ein Plasma-Flachbildschirm verwendet wird? Grundsätzlich spielt die Technologie des Flachbildschirms keine Rolle, solange die für HDTV benötigte Bildauflösung realisierbar ist. Wie geht es nach dem HD-Testbetrieb zur Leichtathletik-WM weiter? Auch nach der Leichtathletik-WM müssen die Zuschauer nicht auf HDTV verzichten. Eine große Auswahl an ausländischen HDTV -Sendern steht via Satellit vor allem auf Astra und Eutelsat bereit. Auch einige deutschsprachige Programme haben mit dem Regelbetrieb von HD -Sendungen begonnen. Hinzu kommen Bezahlangebote wie Discovery HD oder Sky. |