PRODUKTBERATER 3D-TV

Wie wir wahrnehmen, so sehen wir auch fern – in einem dreidimensionalen Raum, den die neuesten 3D-Fernsehgeräte heute täuschend ähnlich abbilden können. Eine „Sehvolution" hat begonnen – 3D-TV mit oder ohne Brille.

FERNSEHEN WIRD RAUMSEHEN.

Seine vorläufige Vollendung findet das moderne Home Entertainment in der OLED 3D-Technik zur dreidimensionalen und hochauflösenden Darstellung von Fernsehbildern. Weil beide Augen unterschiedliche Bilder sehen, entsteht im menschlichen Gehirn der Eindruck eines räumlichen Bildes (Stereoskop-Effekt). Um diesen Effekt des blickwinkelversetzten Sehens nachzuahmen, muss die Entstehung des räumlichen Eindrucks im Gehirn mit technischen Mitteln nachempfunden werden.

DER TRAUM VOM SEHEN – IN NEUER DIMENSION

An ersten Verfahren zur räumlichen Darstellung von Bildern wurde bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts gearbeitet. Im sogenannten „Anaglyphen"-Verfahren gelang in den 1920er die hierfür notwendige Bildtrennung durch die Verwendung von Rot-Grünfiltern. 3D-Kino mit entsprechenden 3D-Brillen erfuhr besonders in den 1950er und 1960er mit den amerikanischen UFO- oder japanischen Monster-Filmen einen regelrechten Boom. Da die technischen Verfahren aber nicht signifikant weiterentwickelt werden konnten, hielt der Trend nicht lange an.

DIE ZEIT IST REIF – FÜR EIN NEUES SEHEN.

Nachdem es in den 1980er und 1990er Jahren nahezu vollkommen still um das 3D-Kino geworden war, bekam die Sehnsucht nach dem räumlichen Sehen mit der Entwicklung der modernen LED-LCD-Technik wieder neuen Aufwind. Die Vision vom dreidimensionalen Heimkino faszinierte sowohl die Hersteller als auch die TV-Zuschauer. Mit modernen, technisch vergleichsweise aufwändigeren Verfahren muss die TV-Technik heute in der Lage sein, jedem Auge ein unterschiedliches und zeitlich versetztes Bild zu zeigen. Dies geschieht im Wesentlichen durch unterschiedliche Techniken. 

Die passive 3D-Technik
Sie arbeitet mit einer sogenannten Polarisationsbrille. Weil der 3D-Fernseher zwei parallele Bilder ausstrahlt, kann die 3D-Brille das Fernsehbild auftrennen, damit es im Gehirn wieder zu einem räumlichen Gesamteindruck zusammengeführt wird.

Die aktive 3D-Technik (Frame Sequential Method)
Dabei werden die aus unterschiedlichen Blickwinkeln aufgenommenen TV-Bilder in hoher Geschwindigkeit zeitversetzt jeweils dem linken und dem rechten Auge angeboten. Die sogenannten Shutter-Brillen geben den Blick in der benötigten Frequenz (jeweils 60 Frames pro Sekunde) für das jeweilige Auge frei, dessen Bild gerade angezeigt wird. Das Gehirn rechnet die Darstellungen in ein dreidimensionales Szenario um.

3D – JETZT AUCH OHNE BRILLE.

Ganz aktuell kommt eine neue Generation von LED 3D-Fernsehern sogar schon ohne Brillen aus. Bei dieser innovativen Technik ersetzen mehrschichtige Miniaturlinsen vor dem Display die bisher notwendigen Brillen. Die TV-Bilder werden dafür aus zwei Perspektiven wahrgenommen. Der Vorteil: Alle Betrachter können das 3D-Bild sehen. Allerdings darf sich die Sitzposition jedes Einzelnen nicht einschlägig verändern. Vielleicht deshalb arbeiten neuere OLED 3D-TVs wieder mit der klassischen Frame-Sequential-Methode.

IHRE VORTEILE MIT 3D-TV

  • Räumlich-plastische und hochauflösende Darstellung von Bildern mit oder auch ohne Brille

  • Überwältigender Filmgenuss mit speziell für die 3D-Darstellung produzierten Filmen für 3D-fähige Blu-ray-Player mit hoher Datendichte

  • Spezielle Fernsehgeräte können aus 2D-Bildern 3D-Darstellung „errechnen"