Immer schärfere Bilder, immer mehr Details und ein immer breiteres Farbspektrum. Nach Full-HD sind heute UHD, SUHD, OLED oder QLED die neuen Standards beim TV-Kauf. Und die Entwicklung geht weiter! Wir sagen Ihnen, wann es Zeit wird, mit der Technik mitzugehen.  

HD war gestern

Bereits auf der IFA 2015 in Berlin zeigte fast jeder große TV-Hersteller, neben herkömmlichen HD-Fernsehern mit einer Bildschirmauflösung von 1920 x 1080 Pixeln, auch Ultra-HD-Displays mit der vierfachen HD-Auflösung (4K). Heute, knapp drei Jahre später, stellt sich die Frage nach der nachweislichen Verbesserung der 4K Bildqualität nicht mehr. 4K UHD ist zum Standard bei den neuesten TV-Generationen geworden. Und das trotz eingeschränkter Programminhalte. Wir zeigen Ihnen die Vorteile hier auf.

Full HD ist nicht (mehr) genug

Da die Anzahl von 8 Mio. Bildpunkten auf UHD-Displays vier Mal höher ist als bei klassischen High Definition-Displays (daher auch die Bezeichnung 4K), erscheinen UHD-Bilder naturgemäß tiefenschärfer als solche in der herkömmlichen HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten. Bei Ultra-HD beträgt die Auflösung 3840 x 2160 Pixel. Und da ein höherauflösendes Bild immer auch ein besseres Bild ist, ist es kein Wunder, dass sich UHD/4K-Displays bereits als neuer Standard durchgesetzt haben.

Das Internet als Innovationstreiber

Auch wenn die hiesigen TV-Anstalten bei Bereitstellung von UHD-Inhalten noch nicht so weit sind – das Internet ist es! Film- und Serienfans mit UHD-TV profitieren schon heute vom wachsenden Ultra-HD-Angebot der Online-Videotheken. Denn Amazon und Netflix produzieren immer mehr hochauflösenden Content in 4K. Wer sich jetzt für einen UHD-Fernseher entscheidet (die Preise sind hier in den letzten Monaten stark gesunken), kommt voll auf seine Kosten.    

Flach. Flacher. OLED.

OLED steht für „Organic Light Emitting Diodes“. Auf den organischen Displays entspricht jeder Bildpunkt einem einzelnen Leuchtelement. Weil Farbe und Helligkeit von der Elektronik an- bzw. ausgesteuert werden, kommen die selbstleuchtenden OLED-Displays ganz ohne Hintergrundbeleuchtung aus. Sie können daher besonders flach gebaut werden und sind in der Regel nicht höher als ein herkömmliches Smartphone.

OLED – Farbintensität wie nie zuvor

Bei der selbstleuchtenden OLED-Technologie ist exzellente Bildqualität und -intensität bei Bilddiagonalen bis zu 80 Zoll möglich. Im Ergebnis erzeugen sie neben  brillantesten Farben und beeindruckenden Kontraste tiefstmögliche Schwarzwerte. Auf einem OLED-Display ist Schwarz also tatsächlich schwarz, und auch helle Farben werden bei einem deutlich erweiterten Spektrum naturgetreu dargestellt.

QLED – die Antwort aus dem Hause Samsung

Als Antwort auf die von Sony und LG (in Deutschland auch von Loewe) vorangetriebene OLED-Technologie hat Samsung seine eigenen QLED Fernseher auf Basis der herkömmlichen LCD-Technik für „Liquid Crystal Display“ (Flüssigkeitsbildschirm) entwickelt. Im Gegensatz zu den selbstleuchtenden OLEDs von Sony und LG setzt Samsung hierbei auf speziell entwickelte Nano-Partikel in den einzelnen Flüssigkeitskristallen. Es sind Nano-Kristalle aus Halbleiter-Materialen, die Licht absorbieren und wieder abgeben.

Wenn reines Licht zu reiner Farbe wird

Die von Samsung entwickelten „Quantum Dots“ sind elektroluminiszent: Sobald  Licht auf diese Teilchen trifft, leuchten sie entsprechend ihrer Größe in einer ganz bestimmten Farbe. Je größer der Kern eines Quantum-Dots, umso perfekter wird eine Farbe dargestellt. Laut Samsung können QLED-Displays so den gesamten Farbraum DCI-O3 abbilden und bieten blickwinkelstabilere Farben. Im direkten Vergleich mit einem HD-Gerät der ersten Generation ist das farbenprächtigere TV-Bild eines OLED- oder QLED-Displays auf den ersten Blick erkennbar.

QLED vs. OLED – in jedem Fall mehr als hochauflösend

Ähnlich wie die OLED-TVs können die noch aktuelleren QLED-Displays von Samsung einzelne Bildpunkte gezielt an- und ausschalten. Auf diese Weise wird ein wesentlich kontrastreicheres Bild mit spürbar intensiveren Schwarzwerten erreicht. Auch wenn sie nach wie vor auf dem LCD-Prinzip beruhen, kommen die neuen Samsung QLED-Displays verblüffend nah an die Vorteile der OLED-Technologie heran.

Die Evolution geht weiter

Sowohl bei QLED- als auch bei OLED-TVs spielen neben der Farbechtheit und dem Kontrastreichtum auch Bildstabilisatoren eine zentrale Rolle. So zum Beispiel HDR (High Definition Range). Die digitale Bildverbesserungstechnik analysiert die Einzelbilder und passt diese dem Motiv und seiner Darstellung an. Die Sensorik funktioniert auch dann, wenn beim Ausgangsmaterial nur die herkömmliche HD-Technik eingesetzt wurde. Eine sogenannten „Upscaling“-Software füllt die fehlenden Bildpunkte auf und korrigiert die Bildauflösung nach oben.  

HDR – ein neuer Standard der TV-Ausstattung

Mit HDR (High Definition Range) werden wir aktuell Zeugen einer weiteren TV-Evolution. Die HDR-Technik wird verwendet, um auch in den dunkleren Bildbereichen eine höhere Farbdichte und einen besseren Kontrast zu erzielen. Denn gerade in Filmen sieht man ohne HDR dunkle Szenen häufig verschwommen. Neue TV-Generationen, die das erweiterte HDR-Farbspektrum empfangen, bereiten die Daten für ein brillantes in satten Farben, scharfen Kontrasten und feineren Helligkeitsabstufungen selbstständig auf.

Wann ist es an der Zeit für einen Neukauf?

Einmal angestoßen, schreitet die technische Weiterentwicklung im TV-Bereich kontinuierlich voran. Fast jährlich wartet die Industrie mit neuen Innovationen im Bereich der Bildtechnologie, der Gerätevernetzung oder des Produktdesigns auf. Natürlich bedeutet das nicht, dass Sie jedes Jahr einen neuen Fernseher benötigen. Im Schnitt entscheiden sich Deutschlands Konsumenten alle 5-7 Jahre für ein neues TV-Gerät. Das sollten Sie auch! Andernfalls können Sie die atemberaubenden Möglichkeiten, die Ihnen Fernsehen und Heimkino heute bieten, nicht voll ausschöpfen.

MEDIA@HOME MAGAZIN 17/02

Lesen Sie noch mehr zum Thema Flach- und Großbild-TV und Heimkino im media@home LIFESTYLE Magazin 02/2017