Wichtige Information:

TV Auflösungen

High Definition Television (HDTV) ist ein Oberbegriff für eine Reihe von Fernsehnormen, die ab dem Jahr 2000 sukzessive den Niedergang des Röhrenfernsehens im seinerzeit maximal möglichen PALplus 16:9-Format beschleunigten. Im Vergleich zum konventionellen Standard Definition Television (SDTV) empfängt der Zuschauer ein realeres, farben- und kontrastreicheres Bild als jemals zuvor.

In den Anfangsjahren des HDTVs gaben die ersten HD-fähigen Fernseher, DVD-Player oder Spielekonsolen eine Auflösung von 1280 x 720p (HD-Ready) wieder. Bald folgte die Einführung der als Full-HD / HD+ bekannten Auflösung von 1920 x 1080p, die bis heute z. T. kostenpflichtig von nahezu allen TV-Kanälen übertragen wird. Die öffentlich-rechtlichen TV-Kanäle (ARD, ZDF, ARTE, 3SAT) senden sukzessive seit 2010 ein kostenloses HD-Programm in der Auflösung 1920  x 720p zu Gunsten der Bildstabilität. Die Privatsender verwenden die Auflösung 920 x 1080p.

Ultra HD oder 4K

Nach der Einführung und Verbreitung des High-Definition-Standards (HD+) startete auf der IFA 2015 eine neue Generation von noch höher auflösenden TV-Displays ihren Siegeszug in die heimischen Wohnzimmer. Mit einer Auflösung von 3.840 × 2.160 Pixeln kann UHD (auch 4K) ganze 8 Mio. Bildpunkte darstellen. Als Weiterentwicklung des heute von den TV-Sendern verbreiteten Full-HD Standards orientiert sich das noch höher auflösende Ultra-HD an der Abbildung der Wirklichkeit in ungeahnter Tiefenschärfe – mit einem zuvor nicht gekannten Detailreichtum und deutlich verbesserter Bewegungsstabilität.

Upscaling auf 4K

Aktuell ist eine UHD- / 4K-Auflösung bei TV-Neugeräten Standard. Zwar wird immer wieder auf fehlende UHD-Inhalte und Übertragungsmöglichkeiten seitens der TV-Sender hingewiesen. Hier wird aber übersehen, dass vor allem die Streamingdienste wie Netflix und Amazon Prime Video die Entwicklung mit UHD-Eigenproduktionen inzwischen rasant vorantreiben. Auch fungieren die Bildprozessoren der neuen 4K-Geräte als aktive „Hochrechner“: Während der Wiedergabe werden alle Inhalte von ihnen in 4K-Qualität umgewandelt. Dieses sogenannte „Upscaling“ bewirkt, dass in Full-HD aufgenommene Bilder rechnerisch in UHD / 4K dargestellt werden.

8K für Bildschirme ab 85 Zoll

So viel vorweg: Eine Bildauflösung von 7680 x 4320 Pixeln (8K) zeigt erst bei einer Bildschirmdiagonale ab 2,0 Meter (85") einen für das Auge wahrnehmbaren Unterschied. Die Auflösung ist viermal höher als die von UHD-/ 4K-Geräten. Auch ohne sichtbaren Display-Rand wie beim Samsung 8K-Flaggschiff Q950TS sind das gigantische Maße. Laut Samsung sind 8K-fähige TV-Geräte mit Diagonalen ab 75 Zoll zurzeit „das am schnellsten wachsende Segment auf dem Markt“. Trotz einiger Ausnahmen werden native 8K-Inhalte aber bis auf Weiteres Mangelware bleiben. Die Hersteller setzen auf Upscaling mittels künstlicher Intelligenz.

Abstand halten?

Bei den neuesten 4K-/ UHD-Geräten kann man einzelne Pixel selbst aus nächster Nähe nicht erkennen. Die Befürchtung, der Abstand zu einem großen Bildschirmdisplay könne nicht ausreichen, hat sich also nicht bewahrheitet. Als Faustregel gilt: Die doppelte Displayhöhe ist der optimale Betrachtungsabstand. Panasonic gibt die ideale Entfernung zu einem 75 Zoll UHD/ 4K-TV mit 2,80 Metern an. Bei dieser Entfernung sehen die Augen garantiert keine einzelnen Bildpunkte. Dabei sitzen die meisten Nutzer ohnehin weiter entfernt vor deutlich kleineren Bildschirmen.

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