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TV Empfangsarten

Solange es Fernsehen gibt, kommen Bild und Ton auf Knopfdruck ins moderne Zuhause. So einfach die Bedienung, so komplex und unterschiedlich sind aber auch die Signalwege der modernen TV-Übertragung. Dabei macht sich nicht jeder Zuschauer ein Bild davon, auf welchem Weg das TV-Signal zu ihm gelangt.

Aktuell kann Fernsehen über ganz verschiedene Wege empfangen werden. Was zu Beginn des TV-Zeitalters nur auf dem „terrestrischem“ Wege, also über Antenne, möglich war, funktioniert seit 1984 auch mit Kabel (DVB-C), seit 1989 via Satellit (DVB-S) und seit einigen Jahren auch über das Internet (IPTV). Voraussetzung ist der jeweils passende Empfänger im TV-Gerät. Moderne Geräte haben heute sogenannte „Multi-Tuner“ an Bord, die sämtliche Empfangsarten beherrschen. Wir geben dennoch einen Überblick über die unterschiedlichen Sendewege.

Satellitenempfang (DVB-S)

Über Satellit sind nahezu alle TV-Sender frei empfangbar. Lediglich Pay-TV und die privaten HD- Kanäle sind verschlüsselt. Da aber keine Kabelgebühren anfallen, ist Satellitenfernsehen mit seiner enormen Programmvielfalt unschlagbar günstig. Genau genommen, ist es seit der Abschaltung des analogen DVB-T-Signals die einzige verbleibende Möglichkeit, auch die Privatsender wie RTL oder SAT.1 kostenlos zu sehen – wenn nur in HD-Qualität. Für ihren Empfang wird ein HD-Plus-Abo fällig. Ein Satelliten- oder DVB-S-Empfänger ist heute Teil jedes modernen TV-Geräts. Kosten entstehen nur für den Kauf einer Sat-Antenne.

Kabelempfang (DVB-C)

Kabelfernsehen war lange Zeit die komfortable Alternative für alle, die sich keine Satellitenempfangsanlage anschaffen wollten. Trotz anfallender Gebühren bei Anbietern wie Telekom, Unity Media oder Vodafone bietet Kabelfernsehen eine ungleich geringere Programmvielfalt als der Satellitenempfang. Allerdings sind hier auch die HD-Programme der privaten TV-Sender in einem Basispaket enthalten. Zum Empfang wird eine sogenannte Set-Top-Box zur Verfügung gestellt, die einen Zugriff auf weitere digitale Services und Dienste erlaubt (siehe IPTV).

Antennen-TV (DVB-T2 HD)

Es ist die älteste und immer noch weit verbreitete Fernsehempfangsart: Beim terrestrischen Antennenfernsehen kommt das frei empfangbare TV-Signal entweder über eine Dach- oder eine Zimmerantenne nach Hause. Moderne TV-Geräte mit eingebautem DVB-T2 HD-Empfänger sind daher unmittelbar empfangsbereit. Allerdings sind seit der deutschlandweiten Abschaltung der analogen Signalübertragung im August 2019 die privaten HD-Sender ebenfalls kostenpflichtig. Ältere Geräte benötigen seither neben einer Zimmerantenne einen zusätzlichen Receiver, der einfach an das Gerät angeschlossen wird.

Internetfernsehen (IPTV)

Inzwischen ist der Empfang von TV-Inhalten auch über die DSL-Leitung möglich. Voraussetzung ist ein schneller Internetzugang, der aber mit Kosten verbunden ist. Unternehmen wie die Telekom oder Vodafone garantieren beim sogenannten Internet Protocol Television (IPTV) eine Mindestbandbreite von 16 Mbit/s, die für einen störungsfreien Empfang nötig ist. Dabei überträgt eine separate, mit dem Router verbundene Empfangsbox das Signal via HDMI zum Fernseher. IPTV ist zwar der teuerste TV-Empfangsweg. Es ermöglicht aber den Zugriff auf zusätzliche Streamingoptionen.

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